Borderlands: The Pre-Sequel
Borderlands The Pre-Sequel Title

Plattform: PS4, Xbox One, PS3, Xbox 360, PC

Multiplayer: 2 – 4 Spieler Kampagne

Erhältlich bei: Amazon (PS4 / Xbox One / PC)

Borderlands: The Pre-Sequel erzählt die Geschichte, wie aus Jack, einem Angestellten mit niedrigen Status in der Unternehmenshierarchie von Hyperion, der legendäre und berüchtigte Handsome Jack wurde. Dieser stach als Antagonist in Borderlands 2, aufgrund seiner Persönlichkeit und der ständigen Interaktion mit dem Spieler stark aus dem Cast heraus. Handsome Jack war einerseits sarkastisch und witzig, zugleich aber auch herzlos und zu den schrecklichsten Taten fähig, ohne Reue zu zeigen. Borderlands: The Pre-Sequel setzt an diesem Punkt an und erklärt warum Handsome Jack eine so widersprüchliche Figur ist. Um diese Frage zu klären, werden viele offene Punkte angesprochen. Was ist mit dem Gesicht von Handsome Jack passiert? Weshalb verabscheut er Banditen und Vault Hunter?

Borderlands Veteranen können sich darüber freuen, dass nach dem Pre-Sequel keine offenen Fragen mehr auftreten. Etwas ungewöhnlich ist dabei nur die Erzählweise. Viele der Ereignisse in Borderlands: The Pre-Sequel treten ein, ohne dass der Spieler Einfluss auf die Geschehnisse genommen hat. Das führt dazu, dass man sich stellenweise wie ein Statist fühlt, der nur dem Skript folgt. Zurückzuführen ist das auf die Handlung, die zu großen Teilen vorbestimmt ist und die die Rolle des Spielers von vorne herein auf einen „unparteiischer Beobachter“ festlegt.

Borderlands The Pre-Sequel Athena

Neue Helden

Wie schon in Borderlands 2, darf der Spieler zu Beginn zwischen vier neuen Helden wählen, womit bestimmt wird, welche Spezialfertigkeiten im Abenteuer zur Verfügung stehen und welche passiven Talente in einem dreigeteilten Skillbaum freigeschaltet werden können. Interessiert man sich für die Geschichte um Handsome Jack, ist es ratsam mit Gladiatorin Athena zu spielen, da nur sie als Protagonistin in den Zwischensequenzen dient. Möchte man hingegen möglichst viel vom Borderlands Humor mitbekommen, sollte man sich für Claptrap entscheiden. Dieser besitzt eine Spezialfähigkeit namens „Kammerjäger.exe“, die sich unberechenbar verhält und bei jeder Anwendung andere Wirkungen entfesselt. Mal werden die Waffen modizifiert, ein andermal Claptrap-Drohnen beschworen. Claptrap selber kommentiert natürlich das Geschehen gewohnt charmant, weshalb man sich eine Reihe „Deine Mutter“-Witze und andere dämliche Sprüche in den Kämpfen anhören darf.

Gameplay:

Borderlands: The Pre-Sequel spielt auf dem Mond, was grafisch für Unterschiede zu den Vorgängern sorgt, da dieses Setting noch nie verwendet wurde. Dieser Schauplatz bringt natürlich auch andere Eigenheiten mit sich. Da auf dem Himmelskörper die Schwerkraft deutlich geringer als auf Pandora ist und bis auf Innenareale Sauerstoffmangel herrscht, sind einige Änderungen vorhanden, die sich auf das Gameplay auswirken. Zum einen muss darauf geachtet werden, dass die Sauerstoffvorräte nicht zur Neige gehen und zum anderen sind höhere Sprünge möglich. Befindet Ihr Euch in der Luft, kann zudem eine Stampfattacke ausgeführt werden, die je nach ausgerüsteten Sauerstoff-Kits eine spezielle Art von Flächenschaden anrichtet. Ebenfalls neu sind Cryo-Waffen. Diese können ab einer bestimmten Menge von Frostschaden Gegner in eine Eisstatue verwandeln, die nach einer erfolgreichen Nahkampfattacke zerstückelt werden können.

Am Gegner Repertoire hat sich verglichen zu Borderlands 2 wenig geändert. Anstatt gegen Banditen wird nun gegen Scavs gekämpft. Diese sind in verschiedenen Banden organisiert und greifen auf alle Arten von Schießprügeln zurück. Neu ist hier nur, dass diese menschlichen Gegner Astronautenhelme tragen, die zerschossen werden können. Mehr Abwechslung kommt erst später im Spiel auf, wenn Bosse und neue Gegnerarten auftreten. Wobei insbesondere die Bosse heraus stechen. Denn diese sind erstklassig inszeniert und erfordern unterschiedliche Taktiken und Waffen, um vorhandene Schwachpunkte gezielt zu nutzen.

Borderlands The Pre-Sequel Menu

Borderlands: The Pre-Sequel fesselt zwar immer noch, da Sammelwahn und Charakterentwicklung Spaß machen und zum weiter spielen animieren. Aber wie ein wirklich neuer Borderlands Titel fühlt sich das Pre-Sequel nicht an. Borderlands 2 übertraf seinen Vorgänger in allen belangen. Borderlands: The Pre-Sequel hingegen bietet nur mehr vom selben. Am Gameplay hat sich fast nichts geändert. Die Waffen-Designs sind zum Großteil bekannt und die Engine ist die selbe wie im Vorgänger, was dazu führt das auch das Interface bekannt ist.

Fazit:

Borderlands: The Pre-Sequel bietet zwar nur mehr vom selben, ist aber ein gutes Spiel. Grafik, Sound, Steuerung und Humor sind mit dem Vorgänger auf einer Augenhöhe und geben somit keinen Anlass sich zu beklagen. Wirklich neu und empfehlenswert ist die Story die auf schlüssige Weise die offenen Fragen beantwortet, die man am Ende von Borderlands 2 hatte. Interessant aber Geschmackssache ist die veränderte Schwerkraft, die dem Spieler viele neue Möglichkeiten gibt, eine Auseinandersetzung zu gestalten.

4 von 5 für alles

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