Cast of the Seven Godsends – Redux

Cast of the seven Godsends

Genre: Action Plattformer

Plattform: PC / Xbox One / PS4

Erhältlich bei:

Empfehlenswerte Alternativen: Strider, Volgarr the Viking, Ghosts ’n Goblins, Metal Slug

Raven Travel Studios wurde 2011 von drei talentierten Personen gegründet, die aus der italienischen Indie-Gaming-Szene stammen und mit klassischen Action Plattformern wie Rygar, Black Tiger oder Ghosts ’n Goblins aufwuchsen. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist Cast of the Seven Godsends, dass Spielern, die in den 80ern und 90ern aufgewachsen sind Freudentränen in die Augen treiben dürfte. Ist es doch spielerisch gesehen eine liebevolle und gut umgesetzte Hommage an das gute alte Ghosts ’n Goblins und weckt somit Erinnerungen an eine Zeit, als 2D-Sidescroller die Spielhallen beherrschten.

Ursprünglich war Cast of the Seven Godsends ein Exklusivtitel für den PC. Knapp ein Jahr nach seiner Veröffentlichung wurde jedoch das „Redux“ Update veröffentlicht, im Zuge dessen der Titel eine neue Engine (Unity) verpasst bekam. Davon profitierte zum einen die Grafik (neue Shader und verbesserte Physik) und zum anderen die Hardware, die nun besser ausgenutzt wird und somit ein flüssigeres Spielvergnügen möglich macht. Ziel des Redux Updates war aber auch das Spiel auf die PS4 und Xbox One zu portieren. Cast of the Seven Godsends – Redux umfasst vier Schwierigkeitsgrade, sechs Welten, zwölf Zwischen- und Endgegner, sieben göttliche Rüstungen, fünf Waffen und fünfunddreißig Zaubersprüche.

Cast of the Seven Godsends Boss Cast of the Seven Godsends Lightning

Gameplay

Das Spiel wird mit einer Cut-Szene eingeleitet, die frappierend an Ghouls ’n Ghosts erinnert. Ähnlich wie dort wird der Held des Spiels vor seiner angebeteten vom Antagonisten gedemütigt und ein Ihm liebgewonnener Mensch entführt. Die Sequenz

gibt einerseits die Rahmenhandlung vor und wirft andererseits den Spieler nahtlos ins geschehen. Denn im Anschluss übernimmt man direkt die Kontrolle über den Helden und nimmt die Hilfe der sieben Götter Darecas in Anspruch um den eigenen Sohn zu retten.

Die Welten die man dabei durchstreift sind abwechslungsreich gestaltet und immer in zwei Abschnitte unterteilt, an deren Ende erst der Zwischen- und dann der Endboss wartet. Gelungen ist hierbei besonders, dass der spielerische Anspruch langsam steigt und somit auch Anfängern die Möglichkeit gegeben wird, sich an das Spiel zu gewöhnen. Ist das Spiel trotzdem zu schwer, stehen im „Easy“ Mode unendlich Credits zur Verfügung. In Verbindung mit den großzügig verteilten Checkpoints, dürfte somit niemand Probleme haben, das komplette Spiel zu erkunden. Dieses ist zwar mit ca. 45 Minuten Spielzeit sehr kurz geraten, bietet jedoch genügend Anreize für weitere Anläufe. Zum einen da in jedem Level Geheimnisse warten, die nur mit der passenden Rüstung geknackt werden können und somit eine spielerische Herausforderung sind. Und zum anderen, da verschiedene Abspänne existieren, die an individuelle Konditionen gekoppelt sind (z.B. einen bestimmten Schwierigkeitsgrad). Besonders talentierte Spieler können zudem einen geheimen Level freischalten, der aber voraussetzt das man das Spiel ohne Continue in der schwarzen Rüstung bewältigt.

Auf den ersten Blick ist die Spielmechanik von Cast of the Seven Godsends – Redux trivial. Nutzt man doch gerade einmal zwei Knöpfe, wovon der eine zum springen und der andere zum angreifen genutzt wird. Spielerische Abwechslung kommt jedoch durch die zahlreichen Gegenstände auf. Findet man eine Rüstung verfügt der Held im Anschluss über zwei Hit-Points. Schafft man es nun die Rüstung zu behalten und eine weitere aufzusammeln, bekommt man zufällig eine der sieben göttlichen Kräfte zugewiesen. Mit diesen göttlichen Kräften kann man sich verwandeln und auf einen der 35 Zaubersprüche zurückgreifen. Welchen man davon nutzen kann, hängt zum einen von der Waffe ab die man trägt und zum anderen von der göttlichen Kraft, die man besitzt. Wie in Super GnG werden Zaubersprüche durch das halten des Angriffsknopfes aufgeladen und durch das loslassen des Knopfes ausgesprochen. Interessanterweise ist die Effektivität des Spruches an die Resistenzen der Gegner gekoppelt. So ist beispielsweise die Eisrüstung besonders effektiv in der Lavawelt.

Cast of the Seven Godsends Balor

Fazit:

Cast of the Seven Godsends – Redux ist eine gelungene Hommage an die Klassiker seines Genres. Übernommen wurde neben dem Gameplay jedoch auch der knackige Schwierigkeitsgrad, der damals üblich war. So muss man sich mit endlosen respawns und einer breiten Palette an heftigen Gegnern herumschlagen. Wenig hilfreich ist dabei, dass die Waffen zufällig spawnen und alles andere als gut ausbalanciert sind. Zum Glück sind aber die Checkpoints fair und genügend Schwierigkeitsgrade vorhanden, um das Spiel den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

3 und 4.5

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