Technischer Überblick

Gears of War: Ultimate Edition

Gears of War Ultimate Title

Das originale Gears of War hatte großen Einfluss auf die Gestaltung von Shootern der letzten Konsolengeneration. Zum einen da es zeigte, wie man ein Deckungssystem in ein Spiel einbaut und zugleich ein schnelles und actionreiches Gameplay beibehält, zum anderen da die Inszenierung überwältigend war und stilistisch deutlich an Hollywood Blockbuster erinnerte, ohne peinlich zu wirken. Gears of War hat mittlerweile 9 Jahre auf dem Buckel. Zwischenzeitlich bekam die Serie ein Prequel und zwei Sequel spendiert. Ein weiteres ist in Entwicklung und für 2016 angekündigt. Grund genug dem Original eine Frischzellenkur zu spendieren.

Gears of War Ultimate

Gears of War: Ultimate Edition ist kein Port, der den Titel einfach auf 1080p hoch skaliert, sondern eine Generalüberholung die frische Texturen, Lichteffekte und Skins mit sich bringt. Zudem besitzen einige Passagen des Spiels komplett neue Hintergründe oder Landschaften, da eine Änderung aufgrund der größeren Weitsicht nötig war, oder weil eine Szenerie dank der neuen technischen Möglichkeiten besser gestaltet werden konnte. Damit die veralteten Zwischensequenzen weiterhin mit der Grafik harmonieren, musste ein immenser Aufwand betrieben werden. So wurde jede Zwischensequenz im Spiel, mit modernen Tools komplett neu aufgenommen.

Gears of War Ultimate 2

Gears of War verwendete die Unreal 3 Engine, die bekannt dafür war, dass sie aufgrund der technischen Basis der Xbox 360 nur mit Einschränkungen, wie langsam ladenden Texturen, oder einer Limitierung der Framerate umsetzbar war. Die Entwickler von Gears of War entschieden sich damals für letztere Variante und limitierten die Framerate auf 30fps, was sich spürbar negativ auf das Spielgefühl auswirkte. Insbesondere im Multiplayer Modus, der ein wesentlich schnelleres Gameplay als der Einzelspieler Modus mit sich bringt, weil häufiger schnelle Reaktionen gefragt sind und keine Pausen durch z.B. In-game Cutscenes oder langsame Passagen zustande kommen. In der Gears of War: Ultimate Edition wurde die Framerate im Multiplayer Modus auf 60fps angehoben, weshalb sich der neue Titel gegenüber dem alten spürbar flüssiger spielt. Zu gute kommt dem Titel aber auch, dass die benutzerfreundlichen Modernisierungen des Gameplays, die die Nachfolger nach und nach in die Serie einbrachten, auf die Ultimate Edition übertragen wurden. Außerdem sind visuelle Beeinträchtigungen wie aliasing oder Kantenbildung nicht mehr auszumachen. Technisch gesehen ist die Gears of War: Ultimate Edition absolut solide.

Fazit: Meiner Meinung nach besitzt Gears of War: Ultimate Edition die bis jetzt beste Optik aller Titel auf der Xbox One .

Gears of War Ultimate 1

Anmerkungen: Käufer der Ultimate Edition bekommen im Herbst die abwärtskompatiblen Xbox 360 Emulationen von Gears of War 2, 3 und Judgement geschenkt.

PC Käufer können sich darüber freuen, dass die Gears of War: Ultimate Edition auch für Windows erscheint. Da das Original mit dem UDK / Unreal Editor gemoddet werden konnte, sind Gerüchte im Umlauf, dass die Ultimate Edition ebenfalls den Spielern das Erstellen Inhalten erlaubt.

Gears of War Ultimate 3

Interview:

Die englische Webseite gameindustry führte anlässlich des Release der Gears of War: Ultimate Edition ein Interview mit Rod Fergusson, der an der Entwicklung aller bisherigen Gears of War Titel beteiligt war. Interessant ist dabei, dass Rod Fergusson erläutert, weshalb das Remake einen positiven Einfluss auf die Entwicklung von Gears of War 4 hat und inwiefern sich der Shooter Markt seit 2006 verändert hat. Für Spieler die die Franchise mögen, ist das Interview durchaus lesenswert.

Zum Interview

 

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