Grand Prix Rock N Racing

Grand Prix Rock N Racing
Plattform: Xbox One

Genre: Arcade-Racer

Erhältlich bei:

Auch wenn der Titel des Spiels auf eine Simulation schließen lässt, handelt es sich bei Grand Prix Rock N Racing tatsächlich um einen Arcade Racer, der Ähnlichkeit zu Klassikern wie Micro Machines aufweist. Aus der Vogelperspektive steuert man einen Formel-1 Wagen, der im Laufe des Spiels in verschiedenen Attributen verbessert werden kann. Für weitere spielerische Abwechslung sorgen eine Drift- und Boost Mechanik.

Grand Prix Rock N Racing ist das zweite Rennspiel von Enjoy Up Games, welche sich bereits mit dem mäßigen Rock´n Racing Off Road DX einen Namen machten.

Gameplay

Oberflächlich betrachtet hält sich der Widerspielwert bei Grand Prix Rock N Racing in Grenzen. Denn nur drei verschiedene Modi (Championship, Time Trial und ein lokaler 4-Spieler Multiplayer Modus) warten darauf erforscht zu werden. Das man zudem nur ein Gefährt zur Verfügung hat, mit dem man gerade einmal magere zehn Strecken befahren kann, trägt dazu bei, dass man schnell alles gesehen hat. Dass das Spiel trotzdem eine Weile bei Stange hält ist zum einen den knackigen Erfolgen/Trophys zu verdanken, die beispielsweise im Zeitrennen erfordern, dass man jede der Strecken mit einer vorgegebenen Bestzeit bewältigt. Und zum anderen dem ausgeklüngelten Championship Modus, der zugleich das Herzstück des Spiels ist. Dieser ist in mehrere Saisons unterteilt, wobei sich jede Saison aus zehn Rennen zusammensetzt. Für jedes abgeschlossene Rennen, wird man je nach eigenem Abschneiden mit Tokens belohnt, die man anschließend auf verschiedene Attribute des Fahrzeuges wie Maximale Geschwindigkeit, Beschleunigung, Turbo, Reifen und Bremse verteilen kann.

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Doch mag sich das eigene Fahrzeug noch so gut fahren. Im Rennen sorgen die 19 CPU Gegner dafür, dass man permanent versucht ist den Controller an die Wand zu werfen. Denn alle CPU Gegner fahren extrem aggressiv und crashen hemmungslos alles was sich im Weg befindet von der Piste. Selbst dann, wenn dadurch für das eigene Gefährt Nachteile entstehen. Ärgerlich ist hierbei, dass es einerseits eine gefühlte Ewigkeit dauert, bis die Maximalgeschwindigkeit wieder erreicht ist und andererseits Überschläge oder steckenbleiben das komplette Rennen zunichte machen können.

Aufgrund dessen verkommt es zur Nebensache, dass sich zum einen das eigene Vehikel solide und spaßig fährt und zum anderen die Driftmechanik und der Turbo, etwas Strategisches Denken aufkommen lassen. Denn man ist permanent versucht, den Gegnern auszuweichen, was nicht nur stressig ist, sondern auch den eigenen Fahrstil stark beeinflusst.

Fazit:

Wenn man berücksichtigt das Grand Prix Rock N Racing ein Indy- und kein Vollpreis Titel ist, kann man das Spiel bedenkenlos Trophäensammlern und Nostalgikern empfehlen. Denn für ein- zwei Stunden hat der Titel durchaus eine Daseinsberechtigung. Deutlich mehr wäre hier drin gewesen, wenn man Feinheiten verbessert hätte. Weshalb ist der spaßige Multiplayer Modus nur auf lokale Matches beschränkt? Und warum gibt es so wenig Strecken, die aufgrund der starken optischen Ähnlichkeiten zudem vermuten lassen, dass die Leveldesigner auf ein einfach zu bedienendes und wenig komplexes Tool zurückgriffen, dass man doch auch den Spielern hätte zur Verfügung stellen können?

3 von 5 Grafik 2

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