Making of Street Fighter 3

Street Fighter 3 3rd Strike Title

Plattform: Arcade (CPS3), PS3, Xbox 360 etc.

Genre: Beat-Em-Up

Erhältlich bei Amazon: Street Fighter 3 „New Generation“ (Link), Street Fighter 3 „2nd Impact (Link), Street Fighter 3 „3rd Strike“ (Link)

Der große Erfolg von Street Fighter 2 löste in den frühen 90er Jahren einen wahren Beat Em Up Boom aus. Dieser fand erst Ende der 90er Jahre sein Ende, wobei die Ursachen vielfältig sind. Neben der Übersättigung des Marktes, spielten vor allem die immer populärer werdenden 3D-Prügler und die potentere Hardware eine Rolle.

Capcom konzentrierte sich zu diesem Zeitpunkt auf Street Fighter Alpha. Das Spin-Off sollte neue Charaktere einführen, um somit das Universum der Franchise ausbauen. Um dieses Ziel zu erreichen ist Alpha Story-technisch betrachtet das Prequel zu Street Fighter 2. Spielerisch hingegen war der Titel aber seinem „Nachfolger“ in der Zeit voraus. So führte das Spiel viele neue Features wie den Alpha Counter ein und zeigte somit, dass Capcom die spielerische Komplexität von Street Fighter voran treiben wollte.

Da Capcom neben Alpha mit „EX“ an einem weiteren Spin-Off arbeitete, hatte kaum jemand im Sinn, dass auch ein vollwertiges Sequel zu Street Fighter 2 in den Startlöchern stand. Vor allem, da 3D-Prügler wie Virtua Fighter, Tekken und Dead or Alive das Genre revolutionierten und mit Ihren flüssigen Animationen den Betrachter an reale Kampfsportarten erinnerten und somit etwas völlig neues boten.

Capcom war sich dieser Situation bewusst und leitete mit Street Fighter 3 einen Umbruch innerhalb der Franchise ein. So bestand der Cast bis auf Ryu und Ken ausschließlich aus neuen Gesichtern. Das Risiko damit bei einigen Fans auf Unverständnis zu stoßen wurde in Kauf genommen. Denn es war gewollt, das sich Street Fighter 3 anders anfühlt als seine Vorgänger. Unterstrichen wurde diese Ambition durch einen neuen Look und vielen spielerischen Veränderungen. Hierbei stach insbesondere das ausgeklügelte Parry System heraus, dass auf der EVO 2003 zu einem legendären Moment in der Gaming Geschichte führte. Der Spieler Daigo demonstrierte dort, die perfekte technische Umsetzung Seitens Capcom, in dem er alle 15 Hits von Justin Wong´s Chun-li parierte und schließlich mit einem spektakulären Combo das Turnier für sich entschied.Die Menge tobte und plötzlich stand wieder einmal ein Street Fighter Titel im Rampenlicht. Besser hätte die Promotion zu 3rd Strike nicht verlaufen können.

Street Fighter 3 3rd Strike gill

Street Fighter 3 – 3rd Strike war ein finanzieller Erfolg, erreichte aber nicht den Stellenwert, den sein Vorgänger einst besaß. Trotzdem veröffentlichte Capcom zu Street Fighter 3, wie einst bei Street Fighter 2, mehrere umfangreiche Content-Updates. Das erste hieß 2nd Impact und führte neben mehreren neuen Charakteren auch spielerische Neuheiten wie Ex-Special Moves und Escape-Throws ein. Knapp zwei Jahre später erschien mit 3rd Impact das zweite Update zu Street Fighter 3. 3rd Impact fügte dem Spiel zum einen fünf weitere Charaktere hinzu und zeigte zum anderen, wie pedantisch Capcom seine Serien auf allen Ebenen weiter entwickelt. Um das Kampfsystem präziser zu gestalten, wurde eine Mechanik namens „Progressive Hit Frame System“ entwickelt, die die Hitboxen der Charaktere prüft, damit Treffer auch immer vom Spiel als Treffer erkannt werden. Eine weitere Verbesserung am Gameplay stellt die Leap Attack/Overhead dar, welche die Defensive interessanter gestaltet, da sie weitere Komplexität ins Blocken einbringt.

Das Ergebnis von Capcoms Detailarbeit ist einer der ausgereiftesten 2D-Prügler aller Zeiten. Außerdem war Street Fighter 3: 3rd Strike seinerzeit neben King of Fighters 2000 und Samurai Showdown 4 einer der schönsten 2D-Prügler, der neben den handgezeichneten Hintergründen mit seinen extrem detaillierten Animationen überzeugte, die nach Meinung von Experten technisch gesehen gar besser als die seines Nachfolgers sind.

Street Fighter 3: 3rd Strike debutierte 1999 im Arcade Segment und wurde 2000 zeitexklusiv auf den Dreamcast portiert. Ende der 90er war dieser für Fighting Fans aufgrund seiner technischen Überlegenheit gegenüber dem N64 und der PS1 konkurrenzlos und konnte viele 1:1 Umsetzungen aus dem Arcade Segment vorweisen. Obwohl der Dreamcast ein gutes Lineup besaß, war er nie wirklich erfolgreich. Trotzdem war Capcom ein treuer Unterstützer der Konsole und veröffentlichte im Laufe der Jahre sechs Prügler für Segas Konsole. Street Fighter 3 bekam zwei Revisionen spendiert, wobei Street Fighter 3: 3rd Strike den Titel abschließt.

Street Fighter 3 3rd Strike gouki

Die Konkurrenz:

Obwohl innerhalb der Beat-Em-Up Szene SNK Ende der 90er als unangefochtener König galt, stand Capcom finanziell wesentlich besser da. Was sicherlich auch daran lag, das sich SNK stark auf das Neo Geo konzentrierte. Dieses erreichte aufgrund der hohen Modulpreise aber nie den Massenmarkt. Somit konnten viele Spieler Perlen wie Garou: Mark of The Wolves, Samurai Showdown 4 oder King of Fighters 98 nur in abgespeckter Form spielen, da die Portierungen auf die Playstation oder den Saturn aufgrund technischer Limitationen nicht 1:1 umgesetzt werden konnten.

Die größte Konkurrenz für Street Fighter 3 waren deshalb 3D-Titel wie Virtua Fighter, Tekken und Soul Blade. Zum einen, da diese Spiele etwas völlig neues boten. Und zum anderen da es Playstation 2 und Dreamcast erstmalig möglich machten, dass man im eigenen Zuhause mit Arcade Boards (Fight Sticks) Spiele in einer Qualität erleben kann, die man zuvor nur aus Spielhallen kannte.

Charaktere: (New Generation)

Alex

Alex

Alex ist der Hauptcharakter von Street Fighter 3 und sollte ursprünglich sogar Ryu und Ken ersetzen. Er nimmt am Turnier Teil, um den Tod seines Freundes Tom zu rächen, der von Antagonist Gill umgebracht wurde.

Das kämpferische Repertoire von Alex besteht sowohl aus schnellen Attacken als auch langsamen Nahkampfgriffen.

Ibuki

Ibuki

Ninja Ibuki ist eine Schülerin von „Final Fight“ Veteran Guy. Die Teilnahme am Turnier ist Ihre Abschlussprüfung.

Ibuki ist die typische Glaskanone. Extrem schnell und darauf ausgelegt, den Gegenspieler auszukontern. Interessant ist auch Ihr Taunt, der bei Erfolg die Steuerung des Gegners spiegelt.

Elena

Elena

Die afrikanische Prinzessin Elena ist eine Meisterin des Capoeira. Sie nimmt am Turnier teil, um neue Freunde zu finden.

Elena ist ein schneller Charakter und setzt ebenso wie Chun-Li vor allem auf Kicks. Ihre Animationen gehören zum besten, was Street Fighter 3 zu bieten hat.

Ryu

Ryu

Der einsame Wanderer Ryu, sucht im Turnier würdige Gegner und möchte seine Fähigkeiten im Kampf verbessern.
Ken

Ken

Wie im Vorgänger nimmt Ken am Turnier teil, um sich mit Ryu zu messen.
Necro

Necro

Der Russe Necro wurde einst von den Illuminaten entführt, da diese im Rahmen des Projektes „G“ menschliche Versuchsobjekte benötigten.

Spielerisch gesehen ist Necro wie Blanka ein Exot und besitzt sogar wie diese diverse Elektro-Attacken.

Oro

Oro

Einsiedler Oro ist immer auf der Suche nach würdigen Gegnern. Um zu verhindern, dass er diese unabsichtlich im Kampf tötet, fixiert er einen seiner Arme auf dem Rücken.

Obwohl Oro einen ungewöhnlichen Kampfstil besitzt, gewann er schnell einige Fans in der Beat-Em-Up Szene. Profi-Spieler Zak Benett machte Oro für einige Zeit gar zu seinem Hauptcharakter.

Dudley

Dudley

Boxer Dudley möchte ein antikes Auto zurückholen, dass Gill gestohlen hat. Anders als Balrog ist Dudley ein perfekter Gentleman und kann beispielsweise sogar Rosen auf seinen Gegner werfen.
Sean

Sean

Sean ist ein Schüler von Ken und nimmt am Turnier Teil, um seine Fähigkeiten auszuloten.

Ähnlich wie Dan ist Sean ein „Joke“ Charakter, was speziell an seinem Super Art auszumachen ist, der lediglich ein One-Hit Feuerball ist. Doch was kann man auch von einem Charakter erwarten, der von Sunnyboy Ken trainiert wurde. 😉

Yun Lee

Yun

Chinese Yun Lee beschützt zusammen mit seinem Zwillingsbruder Yang Lee seine Heimatstadt Hong Kong.

Yun´s dritter Super Art macht es möglich, seine Spezial Moves beliebig zu verbinden. Doch was banal klingt dürfte aufgrund des komplexen Timings nur ambitionierten Spielern gelingen, was Yun letztlich zu einem Charakter für Profis macht

Yang Lee

Yan

Yang Lee war in „New Generation“ lediglich ein anderes „Kostüm“ für Yun. Doch der Charakter bekam in 2nd Impact und 3rd Strike sein eigenes Move Repertoire spendiert. Spätestens seit Street Fighter 4 ist er ein fester Bestandteil der Serie.
Gill

Gill

Gill ist der Anführer einer geheimen Organisation namens Illuminati. Deren Ziel ist es die Balance in der Welt wiederherzustellen. Gill kann die Elemente Feuer und Eis kontrollieren und ist der Endgegner für alle Charaktere in New Generation und 3rd Strike. In den Heimkonsolenfassungen ist er ein wählbarer Charakter.

Gill ist das Paradebeispiel für den unfairen Boss. So macht sein Feuerregen selbst geblockt unverschämt viel schaden. Zudem kann er seinen Superbar nutzen, um sich selber wiederzubeleben.

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