Street Fighter

Kaum jemand wird Ende der 80er vermutet haben, dass Street Fighter eines Tages zu den Aushängeschildern im kompetitiven Beat Em Up Sektor gehören wird. Denn einzig der Automat des Spiels war zur damaligen Zeit mit seinen sechs sensitiven Knöpfe etwas besonderes. Kam die Konkurrenz doch meistens mit gerade einmal zwei Knöpfen aus. Das Spiel selber hingegen bot nur Standardkost. Trotzdem hat im Nachhinein betrachtet bereits der erste Teil der Franchise maßgeblich Einfluss auf das Genre genommen. Denn in Capcoms Produktionsteam befanden sich einige kreative Köpfe, die später noch für Furore sorgen sollten und hier erstmals mit einem Beat Em Up in Berührung kamen. So wechselten Takashi Nishiyama und Hiroshi Matsumoto nach der Veröffentlichung von Street Fighter zu SNK. SNK revolutionierte in den 90ern den Arcade Bereich und galt als der unangefochtene Beat Em Up Spezialist. Takashi Nishiyama und Hiroshi Matsumoto gehörten dort dem Team an, dass Art of Fighting und Fatal Fury entwickelte. Neben Mortal Kombat waren diese beiden Franchises in den frühen 90er Jahren die prominenteste Konkurrenz zu Street Fighter 2.

Ein weiteres bekanntes Gesicht das an der Entwicklung von Street Fighter beteiligt war ist Keiji Inafune. Keiji Inafune war bei Street Fighter für die Gestaltung der Portraits zuständig und wurde später durch Mega Man sehr populär.

Obwohl Street Fighter gameplay-technisch kein anspruchsvolles Spiel war und zudem Input Lags und eine hakelige Steuerung den Spaß trübten, war der Titel erstaunlich erfolgreich. Die Folge davon waren Umsetzungen auf alle relevanten Heimsysteme. Verantwortlich für diese war das Studio Tiertex, dass im Zuge dessen ein eigenes inoffizielles Sequel zu Street Fighter veröffentlichte. Dieses hieß Human Killing Machine, erschien nur im Heimsektor und basierte auf der selben Engine wie Street Fighter.

SF1 Promotion

Trotz seiner zahlreichen Portierungen war der spielerische Einfluss, den Street Fighter auf den Beat Em Up Sektor nahm, bescheiden. Denn Neuerungen geschweige denn überragende Spielbarkeit bot der Titel nicht. Zudem existierten ältere Konkurrenzprodukte, wie beispielsweise Yie Ar Kung Fu, die eine bessere Spielbarkeit boten. Um so überraschender war es, das ausgerechnet Capcom Anfang der 90er Jahre mit einem Sequel eine neue Generation an Prügelspielen einleitete. Street Fighter 2 brach mit bewährten Standards indem es das Genre mit innovativen Ideen modernisierte. So gestaltete Capcom auf technischer Seite die Tastenbelegung und Zuschauerperspektive um und schuf auf Seiten der spielbaren Charaktere markante Figuren, die eine Persönlichkeit besitzen. Unterstrichen wurde diese, durch ein breites Move-repertoire, das je nach Charakter variiert und somit jede Figur zu etwas besonderem macht. Die Veränderungen kamen beim Publikum so gut an, dass der Markt nachfolgend von Titeln überschwemmt wurde, die sich allesamt an Street Fighter 2 orientierten. Street Fighter 2 war somit der unangefochtene König im Beat Em Up Genre.

Die Lage auf dem Markt zu Zeiten von Street Fighter

Als Street Fighter erschien, steckte das kompetitive Beat Em Up Genre noch in den Kinderschuhen. Das merkte man vor allem daran, dass die erfolgreichsten Titel völlig unterschiedliche Ansätze besaßen. In IK+ bekämpften sich drei Spieler auf Basis eines festen Regelwerks zur selben Zeit. Barbarian wies übertriebene Gewaltdarstellung auf. Ninja Hamster war ein Cartoon Fighter und Galactic Warrior setze auf Kämpfe mit Mechs. Einen Titel der den Markt dominierte, gab es zu diesem Zeitpunkt nicht.

Bekannte Beat Em Ups vor Street Fighter

Heavyweight Champ

Heavyweight Champ ist ein Arcadespiel von Sega und gilt heute als das erste kompetitive Kampfspiel.

Yie Ar Kung Fu

Yie Ar Kung Fu wurde von Konami entwickelt und ist das erste Beat Em Up Spiel, in dem die Figuren einen Lebensbalken besitzen. Abseits davon etablierte das Spiel weitere Standards im Genre, wie beispielsweise den Spieler im Laufe des Arcade Modus gegen stärker werdende Kontrahenten antreten zu lassen.

 ryu Ryu ist ein japanischer Kampfkunstexperte, der am Turnier teilnimmt um seine Stärke zu beweisen. Zu seinem Repertoire gehören das Hadouken, Shoryuken und Tatsumaki Senpukyaku.
 ken
Ken nimmt offiziell nicht am World Warrior Turnier teil. Stattdessen partizipiert er an einem US Martial Arts Turnier.
 retsu Retsu ist ein ehemaliger Shorinji Kempo Instructor
 geki Über Ninja Geki ist nichts bekannt, außer das er vermutlich Vega ausbildete mittlerweile verstorben ist. Der Geki aus Street Fighter 5 ist somit ein anderer als der Originale. 
 Joe Joe ist ein Underground Martial Arts Champion.
 mike Boxer Mike ist ein ehemaliger Schwergewichtsboxer, der im Ring einen seiner Gegner tötete.
 lee Lee ist ein Chinesischer Martial Arts Experte
 gen Gen ist ein ehemaliger Auftragsmörder, der für seinen selber entwickelten Kampfstil berüchtigt ist.
 birdie
Türsteher Birdie beherrscht sowohl Wrestling- als auch Box-Techniken.
 eagle Eagle arbeitet hauptberuflich als Bodyguard.
 adon Adon ist der Schüler von Sagat und möchte im Turnier beweisen, dass er seinem Meister überlegen ist.
 Sagat Sagat ist der „Emperor of Muay Thai“. Er veranstaltet das Turnier, um der Welt zu beweisen, dass er der stärkste Kämpfer der Welt ist.

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